Pöllnitz
                         
 
 
 
  Af pommersk adel kendt 1270   Pölnitz (auch Poelnitz, Pöllnitz oder Poellnitz) ist der Name eines alten, ursprünglich sächsisch-vogtländischen Adelsgeschlechts. Die Schreibweise Pölnitz wurde durch eine Kabinettsorder vom 4. April 1885 festgelegt.  
     
 
  Tezlav Wobeser  ~ NN  
  til Wobeser, Rummelsburg  
  † efter 1270      
         
      Christoph Heinrich I von Arnim ~ Anna Maria Barbara  
      til Theeßen & Brandenstein von Pöllnitz  
      * XX/6 1607 † Theeßen XX/8 1665  
     
       
       
               
        Christian Ulrich Magnus  ~ Mary von Poellnitz  
        Baron von Brockdorff Freiin  
         * Kletkamp 18/6 1816   * 24/6 1844   
        † Kiel 13/6 1886   * Riedenburg, Bregenz 24.06.1844 + Bregenz 22.04.1879  
           
       
       
       
       
       
       
       
     
  Klaus von Wobeser   ~ NN    
  til Wobeser, Rummelsburg  
  † efter 1300  
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
  Maarten von Wobeser   ~ NN  
  til Missow, Stolp  
  † efter 1340  
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
  Jacob von Wobeser   ~ NN  
  til Missow, Stolp  
  † efter 1383  
 
 
 
 
 
 
  Af senere medlemmer af slægten nævnes kronologisk:  
 
 
 
 
 
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Seinen Ursprung hatte diese Adelsfamilie in den heutigen Ortschaften Ober-, Mittel-, Nieder-, Buch-, Stein-, Mühlenpöllnitz im Saale-Orla-Kreis in Thüringen. Der Stammsitz war wohl die einstige Wasserburg in Niederpöllnitz. Als erster Angehöriger erscheint 1238 Gotscalcus von Polnicz urkundlich.[1] Mit dem 1456 urkundlich erwähnten Hans von Pollnitz auf Schwarzbach bei Triptis beginnt die Stammreihe des Geschlechts, das zur Fränkischen und Oberrheinischen Reichsritterschaft gehörte.  
Im Laufe der Zeit konnte der Grundbesitz stetig mit den Gütern Braunsdorf, Dreitzsch, Goseck (1609–1721), Geroda, Grobitz, Herschdorf, Lindenkreuz, Meilitz, Münchenbernsdorf, Mosen, Molbitz, Oberlöda, Rathewitz, Reinsdorf, Renthendorf, Schwarzbach, Sora, Staitz und Wetzdorf erweitert werden.
Hans Bruno von Pölnitz († 1592), kurfürstlich-sächsischer Rat und Hofmeister und später fürstlich-bambergischer Oberamtmann zu Kupferberg, siedelte sein Geschlecht dauerhaft in Franken an. Einer seiner Söhne wurde Stammvater der Linie zu Aschbach, ein weiterer Sohn gründete die Linie Heinersgrün (heute ein Ortsteil der Gemeinde Burgstein). Auf einer Anhöhe über dem Dorf Heinersgrün bei Burgstein steht St. Clara, die weithin sichtbare Grabkapelle der Familien von Feilitzsch und von Pölnitz aus dem späten Mittelalter.  
Der aus der Aschbacher Linie stammende Hironymus Christoph von Pölnitz, Bamberger Geheimrat und Obermarschall, erhielt am 9. Februar 1670 von Kaiser Leopold I. den Freiherrenstand. In Franken sind sie auf den Stammschlössern Aschbach und Hundshaupten beheimatet. Gottfried Friedemann von Pöllnitz, aus dem Fürstentum Ansbach-Brandenburg, trat in herzoglich württembergische Dienste und wurde 1716 Vizepräsident des edlen Oberrates.
Schloss Frankenberg mit Amtshaus und Teil der Vorburg im südlichen Steigerwald
Die Herren von Pöllnitz gehörten Mitte des 18. Jahrhunderts wegen des Besitzes bzw. Teilbesitzes von Bullenheim, Frankenberg und Geckenheim zur Reichsritterschaft im Ritterkanton Odenwald des fränkischen Ritterkreises. Wegen Aschbach bei Schlüsselfeld mit Schloss Hundshaupten, Hohn (Hahnbuch) und Wüstenbuch waren sie bereits Anfang des 17. Jahrhunderts im Ritterkanton Steigerwald und Anfang des 18. Jahrhunderts im Ritterkanton Altmühl immatrikuliert. Angehörige der Familie gehörten außerdem zur Vogtländischen Ritterschaft.  
Karl Ludwig von Pöllnitz war Kammerherr und Mitglied des Tabakskollegiums des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. Unter seinem Sohn, Friedrich dem Großen, wurde er zum Oberzeremonienmeister und Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt. Seine Memoiren wurden schon zu Lebzeiten in viele fremde Sprachen übersetzt.
Im Königreich Bayern wurden in den Jahren 1812 bis 1814 alle Angehörigen des Geschlechts bei der Freiherrenklasse der Adelsmatrikel eingetragen. Verschiedene Zweige der Familie bestehen bis heute.
Linien und ihre Personen [Bearbeiten]
Die Familie besteht aus mehreren Linien und deren Unterteilungen. Insgesamt werden drei Linien unterschieden. Die erste Linie ist nicht in Bayern immatrikuliert. Die dritte Linie ist die katholische Linie Aschbach und Hundshaupten, die in den ursprünglich protestantischen Ort nur den Zuzug von katholischen und auch jüdische Familien zuließ.
Die weitere Verzweigung der zweiten Linie stellt sich folgendermaßen dar:
1. Linie: Poellnitz
2. Linie: Poellnitz, Stammvater: Ehrenfried von Pölnitz (um 1577–1627)
2. Linie, 1. Ast, Stammvater: Christian Ehrenfried von Pölnitz (1623–1678)
2. Linie, 1. Ast, 1. Zweig
2. Linie, 1. Ast, 2. Zweig, Stammvater: Christoph Ehrenfried von Pölnitz (1692–1758)
2. Linie, 1. Ast, 2. Zweig, 1. Haus (Frankenberg, evangelisch) - Stammvater Ludwig Karl Wilhelm von Pölnitz (1724–1801); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrnklasse am 30. Dezember 1813; dieses Haus erlosch mit Theodor von Pölnitz (* 9. Januar 1869 in Würzburg: † 7. Mai 1945 in Frankenberg
2. Linie, 1. Ast, 2. Zweig, 2. Haus (Altenkirchen, lutherisch und anglikanisch); dieses Haus erlosch mit Arthur von Pölnitz (* 22. Mai 1845 in Lindau; † 16. August 1935 in Salzburg). Wird durch Adoptivkinder seit 1932 weitergeführt. Diese tragen den Namen Poellnitz-Gnigler
2. Linie, 1. Ast, 2. Zweig, 3. Haus (lutherisch und katholisch), Stammvater: Wilhelm Ludwig von Pölnitz (1732–1816); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrnklasse am 8. Januar 1814
2. Linie, 2. Ast
3. Linie (katholisch), auf Aschbach und Hundshaupten, Stammvater: Hans Georg von Pöllnitz (1577–1622), kursächsischer Gesandter und Minister, immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrnklasse am 22. Juli 1812
Joseph Freiherr von Pölnitz (1792–1865), bayerischer Kämmerer und Landkommissär
Sigmund Freiherr von Pölnitz (1901–1978), Domkapitular und Museumsdirektor
Götz Freiherr von Pölnitz (1906–1967), Archivar und Historiker, Gründungsrektor der Universität Regensburg
Gudila Freifrau von Pölnitz (1913–2002), Forst- und Landwirtin, Denkmalschützerin, Mitglied des Bayerischen Landtages
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Bernhard von Pölnitz (1569–1629), kursächsischer Kanzler und Geheimer Rat
Gerhard Bernhard von Pölnitz (1617–1679), kurbrandenburgischer Generalmajor und Gouverneur der Doppelstadt Berlin und Cölln
Moritz Wilhelm von Pöllnitz (* 1676), Geheimer Rat
Friedrich Carl von Pöllnitz (1682–1760), kursächsisch-polnischer Oberhofmarschall und Liebhaber der Herzogin Henriette Charlotte von Sachsen-Merseburg
Johann Ernst von Pöllnitz, kurbrandenburgischer Generalmajor, Gouverneur von Lipstadt
Ludwig Ernst von Pöllnitz (1641–1695), kursächsischer Kanzler und Geheimer Rat
Karl Ludwig von Pöllnitz (1692–1775), preußischer Schriftsteller und Abenteurer
Gisela von Poellnitz (1907–1939), Mitarbeiterin der United Press und Widerstandskämpferin
Christiane von Poelnitz (* 1971), deutsche Schauspielerin
Wappen [Bearbeiten]
Das Stammwappen zeigt in Silber einen blauen Sparren. Auf dem bekrönten Helm sind zwei von Blau und Silber übereck geteilte Büffelhörner. Die Helmdecken sind blau-silbern.
Stammes- und Wappengleich sind die von Metzsch. An die Familie erinnert auch das Wappen der ehemaligen Gemeinde Aschbach.
Wappen der Gemeinde Mittelpöllnitz Wappen der von Metsch nach Siebmachers Wappenbuch 1605
Siehe auch [Bearbeiten]
Liste deutscher Adelsgeschlechter N - Z
Liste fränkischer Rittergeschlechter
Liste thüringischer Rittergeschlechter
Literatur [Bearbeiten]
Johann Georg Knup: Historische und genealogische Beschreibung des Geschlechts derer von Pöllnitz, Leipzig 1745
Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adelslexicon, 7. Band, Leipzig 1867, S. 195
Ernst Heinrich Kneschke: Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien, 3. Band, 1856, S.263
Pöllnitz. In: Zedlers Universal-Lexicon, Band 28, 1741, Spalte 955–959.
Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band X, Band 119 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1999, ISSN 0435-2408
Der in Bayern immatrikulierte Adel. Band 16, ISBN 3-7686-5075-8, Seite 392–403.
Der in Bayern immatrikulierte Adel., Band 1, 1950, Seite 561–566.
Johann G. Knup, Historische und genealogische Beschreibung des Geschlechts derer von Pöllnitz, 1745, Digitalisat
Weblinks [Bearbeiten]
Familie von Pölnitz im Schlossarchiv Wildenfels
Die Familiengeschichte der von Pöllnitz auf einer privaten Homepage über Oberpöllnitz
Zum Geschlecht derer von Pöl(l)nitz
Das Wappen des Geschlechts von Pöllnitz in Fränkische Wappenrolle